|
BUST YOUR OWN BEAT!
Trends kommen aus dem Underground, wo sie allerdings, wenn sie dann erst mal trendy sind, längst als mega-out gelten und dementsprechend schnell auch für den Mainstream nicht mehr hip sind. Die Styles der Boarder waren immer gefragt; sie trugen weite Hosen bis alle geschnallt haben "wir brauchen Baggy Pants". Markt geflutet, game over. Rapper trugen Workwear, ein neuer Trend war geboren. Collegestyles, Punkrock, Psychobillys, Mods, Teds, Freaks, Popper, Brit Popper, Grunger, Breaker, Writer, Raggamuffins, Rudeboys, Hippies, Waver, Metaller, Cowboys, Dopesmoker, Großstadtindianer, Traveller und wer noch alles hatten ihren eigenen Style. Heutzutage kann auf der Strasse
nur ein geübtes Auge erkennen, wer hat authentischen Style
und wer ist verkleidet, was ist real und was ist fake. Sind die
gewählten Superstars die Vorreiter oder doch der Typ mit
der abgerissenen Hose? Ist etwas trendy, reiten alle Marken das
Thema durch, obwohl H&M und Konsorten auch schon so schnell
waren, wenn nicht sogar schneller. Military, Neon, Rennfahrer
Picken, Parka, Retro, Markennamen auf dem Hintern, Premium Styles,
Art Kollaborationen, sie tauchen auf und alles stürzt sich
drauf. Die Konsequenz? Die Brands verlieren ihre Eigenständigkeit,
werden austauschbar. Einheitsbrei, den niemand da draußen
versteht, wie auch? Der Trend ist innerhalb kürzester Zeit
da und auch wieder durch. Schnell, schnell werden neue Elemente
aufgegriffen, aber woher nehmen wenn nicht Der individuelle Einzelhändler
steht schlecht da, weil er auch nur das verkaufen kann, was man
ihm bietet und dann hat er noch die Vertikalen im Nacken. Einer
Linie treu und dabei eigenständig zu bleiben; Innovationen
im Design zu finden, ohne gleich Untragbares zu kreieren; Lifestyleattitüde
zu transportieren ohne dabei dumm, langweilig oder aufdringlich
zu wirken; das Rad neu zu erfinden ist schwierig. Der neue Trend? Nicht trendy
zu sein! Also Klamotten ohne viel kurzlebigen Schnick Schnack,
sondern mit Überzeugung und Tiefe: im Detail hochwertig,
langlebig und durchdacht; tragbar geschnitten, relaxed und plain;
dazu sollte es am Besten "fair trade" sein und last
not least: "patronize your local merchant", weil der
hat es nötig! Martin Magielka
für das streetwear today team
|