SCRAP BOOK

[aem’kei] fight invisible oppressors
Energiegeladen, casual und progressiv zeigt sich die aem´kei Kollektion Herbst/Winter 03. Ironisch setzt sie sich mit kontroversen Themen auseinander. Im Scrapbook der Kollektionsidee befinden sich Bilder von der Apokalypse, Diktatur, biochemischer Kriegsführung und Terror. Die Intention ist jedoch nicht negativ und die Provokation kein Selbstzweck. Die Energie dieser Bilder fließt ein in Prints, Applikationen und dezentes Branding. Armyeinflüsse werden neu interpretiert und verschmelzen zu einer sportlich-lässigen Silhouette. Tropfenförmig eingesetzte Ärmel, loose-fit Pants sowie ergonomisch platzierte oversized Taschen lassen Raum für Bewegung. Mann trägt warme Mäntel und Satinjacken über Kapuzensweatern und speziell gefertigten Trainingsjacken aus festem Twill. Dazu kommen Flight pants, re-styled Cargos und Denim in Webarten mit neu entwickelter Struktur. Die Farbpalette ist ideal für den Winter in der Stadt und außerhalb. Urbane Farbtöne wie drab green, battleship grey, und attendant blue werden gemixt mit dirty carrot, blood red und acid grape und akzentuiert mit lebhaftem electric blue. Die Farben harmonieren mit den schlichten Logosticks und dem aufgedruckten artwork. Etwas besonderes sind die handgezeichneten Ornamentiken, die von klassischen Camouflage-Motiven beeinflusst wurden. Die Frauenlinie featured den Style der 50s und ist eine feminine Interpretation der Herrenkollektion. Sie mixt lässige Schnitte mit den funktionalen Details. Die Farbpalette referiert auf die Männerlinie, aber fokussiert ein dunkles Chocolate sowie ein scharfes Pink als Highlight.

MARKUS KLOSSECK creative head of [aem´kei]
studierte Film & Martial Arts in New York, arbeitete als Assistent der Fotografen B.Weber, H.Ritts und J.Teller, fotografierte selbst für Magazine wie Details, Interview und The Face. Zudem betätigte er sich als Regisseur für Music Videos z.B. für Onyx, B.Nubians, Cypress Hill und Pharcyde. Zwischenzeitlich lebte er drei Jahre in Paris und begann 1995 bedruckte T-Shirts unter dem Namen [aem´kei] rauszubringen. Während er das Label formte, absolvierte er zeitgleich ein Studium am Fashion Institute of Technology und der NYU in New York. Im Jahr 2000 realisierte er unter dem Namen „Stealth Project“ einen Multibrand Shop in Paris in dem die Kombination von Musik, Fashion, Film, Martial Arts und Animation völlig neu interpretiert wurde. 2001 gründete er dann die Musikproduktionsfirma aem’keiichiban in New York. 2002 organisierte er u.a. die erste TBC (to be confirmed) Antitradeshow – tradeshow in New York.


CLARKS ORIGINALS New Way of Style
Aufgrund des guten Feedbacks auf das Sommermodel „Skiffler“ hat man sich bei Clarks dazu entschlossen, eine Winterversion zu entwickeln. Der Leisten und die Konstruktion bleiben die selben, das Profil der Naturlatex-Sohlen wird allerdings wesentlich mehr „gleated“. Natürlich wird auch der „Trekman“, das Originals Markenzeichen, wieder im Design zu finden sein. Die Zweite Skizze zeigt eine komplett neue Entwicklung der Originals Linie. Hier werden zwei typische Originals Macharten zu einem neuen Look kombiniert: Mokassin und Flexibel Stitchdown. Dieser neue Originals Style wird vorerst nur als Damenschuh angeboten werden. Die Herrenversion ist aber bereits in Planung. Auf der dritten und vierten Skizze sieht man deutlich, wie die Einflüsse von Sportscasual/Activewear von den Clarks Designern auf eine eigenständige Produktgruppe übertragen werden. Wichtig bleibt auch in diesem für Clarks neuen Segment, dem hauseigenen Erscheinungsbild gerecht zu werden. Trotz neuinterpretiertem Look bleibt die typische Handschrift Clarks’ für den Kenner ersichtlich. Neben etablierten Clarks-Kunden sollen damit auch neue Zielgruppen angesprochen werden.

ANNA MELKERSSON ist seit zweieinhalb Jahren Designerin für die Originals Linie bei Clarks. Sie studierte Product Design in Göteborg/Schweden und machte am London College of Fashion, SchwerpunktFootwear und Accessories, ihren Abschluss zur Schuhmacherin.


PUNK ROYAL
not forced upon attitude
Zur nächsten Orderrunde zeigt das Kopenhagener Kultlabel Punk Royal Styles aus der Saison Spring/Summer 2003. Auch diese fünfte Kollektion verschreibt sich der Vision von alltagstauglicher Haute Couture oder Street Couture für die „soldiers of fashion“. Punk Royal bietet für jeden etwas von unisex über mens wear bis womens wear. Die Freiheit, Punk Royal mit andern Styles zu kombinieren, ist eine der wichtigsten Philosophien der Punk Royal Designer. Eine Jacke, die genauso gut bei „upper class“ Hausfrauen funktioniert oder von rebellierenden Teenagern der Oberstufe getragen werden kann. Selbst für Anhänger der sportlichen Fraktion sind zum Sommer einige Teile zu finden. Letztlich macht’s der Mix aus limitierten 2nd Hand Klamotten mit Designer Stoffen. Der used Look der Army und Canvas Stoffe wird bei den neuen Styles noch verstärkt. Inspiration ist die düstere Welt des Heavy Metal mit ihren Nieten und der Liebe zu schwarzweißen Horror-Motiven. Im Kontrast zu dieser einfältigen Denkweise steht Graffiti als eine Quelle der Inspiration mit ausdrucksvollen Farben, Sprühdosen und angewandter Kunst. Geschichten gibt’s eigentlich nicht. Vielmehr gilt: „Es gibt keine Grenzen und keine unnatürlichen Aufgesetztheiten. Benutz Kleidung wofür ihr sie benutzen wollt.“

METTE GEISLER
Lable: PUNK ROYAL
Since: AUGUST 2001
Name: METTE GEISLER
Profession: GRAPHIC DESIGNER
Age: 30
City: COPENHAGEN
Country: DENMARK
my inspiration: TRASH, CHILDREN AND OLD MACHINES SUCH AS MY BELOVED GHETTOBLASTER
future visions: KEEP ON MOVING SO MY ASS WANT GET TO BIG
next steps: EXPLORING THE DARKER SIDE OF MYSELF SO I CAN MAKE SOME SCARY GRAPHICS

MARTIN MUNCH
Lable: PUNK ROYAL
Since: AUGUST 2001
Name: MARTIN MUNCH
Profession: DESIGNER
Age: 31
City: COPENHAGEN
Country: DENMARK
my inspiration: clothes
future visions: clothes
next steps: clothes


PEPE JEANS LONDON
Seventy Three Jeans
Zum 30ten Jahrestag des britischen Denim Brand steht die H/W-Kollektion 2003 unter dem Claim „Seventy Three Jeans“. Die Linien beinhalten viele neue Styles, Materialien und Waschungen. Deep dark pure indigo Denims werden doppelt von Hand bearbeitet, um natürliche Abnutzungseffekte zu erzielen. Neben dem Denim Spektrum vom unbehandelten Dunkelblau bis heavy used Indigo werden auch Canvas, Cord, Tweed, oder gewachste Materialien in Braun und Grün angeboten. Die Skizze zeigt Highlights der Military-Linie „Surplus“ für Männer. Weitgeschnittene Baggy’s im Loose Fit mit niedriger Leibhöhe vereinen Applikationen von Combat und Worker-Styles mit z.T. asymmetrischen Belt Loops, aufgesetzten Druckknopf-Taschen, Knieab- und Aufnähern oder Streifenbesatz und Stretchbündchen mit wadenlangen Zippern. Ergänzend dazu die Zip Jacke mit langem Wollstehkragen als Beispiel für eine Linie mit Parkas, Fliegerjacken und dreiviertellangen Jeans-Jacken. Farben sind Khaki, Beige, Military Greens, Sand und Black. Ausgewaschene Pullover, Zip Jackets und Longsleeves kommen in ergänzenden Farben und sind mit Logos und Abzeichen besetzt oder mit einfarbigen Stencils bedruckt. Die Linie „Downtown Beat“ der Women’s Collection für H/W03 zeigt sich von den Street Styles aus den Anfängen der elektronischen Londoner Musikszene beeinflusst. Dabei geht’s um feminine Styles mit leichtem Military Touch vermischt mit Einflüssen aus dem Orient. Materialien sind Vintage Twill, Work Canvas, 11 Wale Pigment Cord und Samtcord. Zu den Key-Styles gehören taillierte Multi Pocket Armeejacken, ein Vintage Officer Denim Jacket besetzt mit orientalischen Seidenstreifen und ein Feincordstretch-Anzug. Hosen im Combat und Sailor-Look sind mit vielen Details ausgestattet, z.B. aufgesetzten Schnallen- Taschen, Stretchbündchen, Perlenketten und Patches. Florale All Over-Prints auf z.B. Denim Blazern werden durch rote ZickZack Nähte akzentuiert.


TIMEZONE Ethnic Military
Das 1992 in Stephanskirchen bei München gegründete Label Timezone will bekleiden und nicht verkleiden. Das daraus entstandene Timezone human style project soll natürlichen Lebensstil mit progressivem Design und hohem Qualitätsanspruch verbinden. Für Herbst/Winter 2003 zeigt Chef-Designerin Anja Heinz Highlights aus den Girls-Linien „Rock ‚n’ Roll Icon“, inspiriert von den 50er und 80er Jahren mit washed black denim. Das Ganze pure, striped oder in Kombination mit Leder und „Ethnic Military“, einem Crossover von harten Army und soften Ethnic-Einflüssen mit gewaschenen und behandelten Flachgeweben mit samtartiger Oberfläche oder eingewebter Streifenoptik. In der ersten Linie dominieren Farben wie Rot und Türkis in der zweiten Erdtöne wie Braun, Beige, Olive in Kombination mit Rot, Hellblau und Wollweiß. Die Männerlinien „Posh Gentleman“ dreht sich um Denim mit Retro-Finish, Black-Denim, Stretch-Popeline und leichte Baumwollqualitäten im Zeichen von Club- und Lounge Atmosphäre. Bei „Rustic Crossover“ geht’s um den Mix von Military Styles mit rustikalen Farmer- und soften Natur-Elementen. Darin u.a. Heringbone und Broken-Twill als Denimqualitäten sowie Two-Tone-Cord, Velvetcord, gewaschenes und behandeltes Flachgewebe und last not least ein dicker Poly-Cotton-Parker.

FREESOUL Patchwork und Piloten
Bei der italienischen Marke FRESSOUL erscheinen jährlich vier Komplettkollektionen. Neben den beiden Hauptkollektionen mit über 280 Styles gibt’s noch zwei „Off-Seasons“ mit rund 140 Teilen. Der Hauptaugenmerk liegt im Bereich der Hosen mit einem vielschichtigen Spektrum an Materialien, Waschungen und Passformen. Die Mood Boards des internationalen Design Teams zeigen die Highlights und Inspirationen der Saison Herbst/Winter 2003. Piloten sind eines der vier Hauptthemen der Winter Kollektion. Dazu gehören Parkas und Hosen in ausgewaschenen Materialien. Das Highlight ist eine weitgeschnittene Fallschirmspringerhose mit überdimensionierten Taschen und Reißleinen. Neben den Baggy Silhouetten finden sind in dieser Linie auch femininere Passformen wie weitausgestellte Hüfthosen oder Hosenröcke mit überlangen, gefächerten oder elastischen Bündchen. Dazu gibt’s enganliegende Soft Tops mit Blumenmuster, Bändchen und ausgestellten und zum Teil überlangen Ärmeln. Der Bauch bleibt stets frei oder zumindest durch einen asymmetrischen Schlitz sichtbar. Der Look ist mit diversen Layer-Optiken kombiniert. Freesoul mixt und kombiniert hierbei im Patchwork-Style eine Vielzahl von unterschiedlichen Stoffen, so z.B. groben Tweed in verschiedenen Karo-, Fischgrätoder Pepita-Musterungen mit Samt oder Kord. Die Farben sind ruhiger, zurückhaltend, fast gedämpft.

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